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Vom Gewichtsstein zum High-Weigh-Tech

Die Waage ist nicht nur das Symbol der Gerechtigkeit, sondern vor allem auch das Sinnbild des Handels. Neben der Uhr kommt ihr als Messmittel die größte Bedeutung zu.
Schon im Altertum diente die Waage der Bestimmung von Warenmengen. Vor allem solcher, die sich durch Zählen und Messen nicht ermitteln ließen. Die Römer verbesserten dieses System, indem sie die Balkenmitte mit einem Stift aufhängten. Ebenfalls aus Rom stammen die ersten Konstruktionen mit ungleichen Armlängen und Laufgewichten.
Bereits um 5000 v. Chr. wurde in Ägypten die erste Waage entwickelt. Es handelte sich um einen abgestützten symmetrischen Balken, an dessen Enden sich an Schnüren aufgehängte Schalen befanden.
In der Renaissance, als die Geldwirtschaft allmählich an Bedeutung erlangte, entstanden die ersten Münzwaagen. Bei ihnen kam es bereits auf größere Genauigkeit an.
Auch Leonardo da Vinci beschäftigte sich mit dem Problem der Gewichtsbestimmung. Seinem genialen Denken und zahlreichen Versuchen mit aufgehängten Gewichten sind interessante Konstruktionen wie beispielsweise die Neigungswaage entsprungen.
Das 18. Jahrhundert brachte dann ein bedeutendes Mehr an Präzision. Die Skalen wurden verbessert und kurzarmige Waagen reduzierten die Wägezeiten erheblich. Die empfindliche Mechanik wurde bereits durch Holzgehäuse vor Staub, Korrosion und Luftzug geschützt. Durch optische Geräte und zusätzliche Beleuchtung ließen sich die Werte nun besser ablesen.
Aber erst im 20. Jahrhundert wurden die wesentlichen Elemente der Wägetechnik verfeinert.
Um 1911 ging man dazu über, den bislang aufgelegten Gewichtssatz in die Waage zu integrieren.
Nach dem 2. Weltkrieg nahm dann die Wägetechnik einen rasanten Entwicklungsverlauf. Erhöhte Anforderungen an die Qualität von Erzeugnissen, gesetzliche Vorschriften und verkürzte Produktionszeiten waren wichtige Impulse für die genauere, schnellere, einfachere, zuverlässigere und rationellere Technologie.
Dies wurde in den 60er Jahren mit dem Einzug der Elektronik vervollständigt. Dank der Digitaltechnik und der zunehmenden Integrationsdichte von komplexen Schaltkreisen gelang es, elektronische Waagen in großen Stückzahlen herzustellen.
In den 80er Jahren konnte der Weg von der mechanischen zur elektronischen Waage erfolgreich abgeschlossen werden. Die Entwicklung von mechanischen Einzelstücken aus dem Einmannbetrieb, hin zur hochspezialisierten High-Tech-Waage aus dem modernen Fertigungsbetrieb, war gelungen.
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